Spuren der LBE

Wer heute aus dem Lübecker Hauptbahnhof heraustritt, der sieht gegenüber dem Bahnhof in Richtung Innenstadt ein prächtiges in roten Ziegelgebäude, es ist die ehemalige Hauptverwaltung der LBE. Noch heute ist über dem Haupteingang zu lesen “Lübeck-Büchener Eisenbahngesellschaft”.

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Mit der “Verreichlichung” der LBE war diese Gesellschaft aus juristischer Sicht nicht mehr vorhanden. Dennoch waren die Lokomotiven zunächst noch erkennbar an ihrem Farbkleid, der dem der alten Preußen-Lokomotiven ähnelte. Erst nach und nach wurden sie dem damals üblichen Farbschema angepasst.
Wann die Lokomotiven, die die Reichsbahn als Einzelgänger-Bauart betrachtete, aus dem aktiven Dienst ausschieden konnte ich bisher nicht ermittelt. Jedenfalls noch nach 1945 gab es ehemaligen LBE-Lokomotiven. Eine, ist bis in die heutige Zeit gerettet worden. Es ist die 56 3007 die als Lok 97 bei der LBE lief. Heute gehört die Lokomotive dem Eisenbahnmuseum Darmstadt-Kranichstein

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Lok 97 der LBE

Der “Eschweiler-Bergwerks-Verein” hatte die Lok erworben,
 sie beförderte die schweren Kohlezüge des EBV

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Sonderfahrt mit 56 3007, ehemals
Lok 97 der LBE

Sonderfahrt mit 56 3007, ehemals
Lok 97 der LBE

 

Der Stolz der LBE waren die kleinen Stromlinien-Lokomotiven, die von den Lübeckern liebevoll “Micky-Mäuse genannt wurden. Die Reichsbahn brauchte und wollte diese Lokomotiven nicht und schob sie schnell aufs Abstellgleis.

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Die beiden Bilder zeigen die LBE-Lok 2 (60 002 bei der DR) abgestellt am 11.8.65 auf einem
Abstellgleis in Wustermark bei Berlin

 

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Lok 95 nach 1938 übernommen als 56 3005. Hier als 56 106 bei der “Osthannoverschen-Eisenbahn”
1959 erhielt sie noch eine Ausbesserung, wurde jedoch dann im Herst 1995 z-gestellt.

Sogar von den Güterwagen der LBE haben wenige überlebt, einer ist heutez.B. im Eisenbahnmuseum in Bochum-Dahlhausen zu sehen. Ich verweise hier auf den Aufsatz von Jörg Windberg "Verbleib erhaltener Fahrzeuge der LBE".

Von den den Doppelstockwagen gar nicht zu reden. Von den seinerzeit 8 Doppelstockwagen gibt es heute noch 2 dieses einstmals so modernen Eisenbahnwagens. Einer wird im Firmenmuseum von “LHB” in Salzgitter aufbewahrt. Der andere befindet sich im Besitz des “Vereins Lübecker-Verkehrsfreunde, ist aber leider nicht mehr einsatzfähig. Sein Schiksal ist ungewiß, es hängt am "seidenen Faden".

1938 wurden von der Reichsbahn die Mehrzahl aller Lokomotiven übernommen und in das Nummerschema der DR eingegliedert. Da die Reichsbahn sie als Splittergattungen ansah, wurden die Lokomotiven auch anderen Reichsbahndirektionen zugeleitet. Ein Großteil der Lokomotiven verbleib zunächst auf ihren Stammstrecken. Lübeck wurde der RBD Schwerin zugeordnet, ein Großteil der Strecken der RBD Hamburg.
Wo sind die Lokomotiven geblieben? Wann wurden sie ausgemustert? Ich möchte hier den Versuch unternehmen den Spuren der LBE-Lokomotiven zu folgen. Es wird jedoch bestimmt noch eine Weile dauernd, bis mir dieses gelingen wird. Ich gehe davon aus, das manche Spuren einfach im Sand verlaufen werden, denn ein Großteil der Lokomotiven und des Wagenmaterials dürften während des 2. Weltkrieges verlorengegangen sein.

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Lok 74 1319 1951 aufgenommen im Bahnhof Kettwig. Es handelt
sich dabei um die frühere LBE Lok 140

Quelle 36 Seite 42

Lok 74 1320 mit Doppelstockwagen in den 50iger Jahren im
Probebetrieb des Einsatzes von Wendezügen in Essen-Werden.
Es handelt sich um die frühere LBE Lok 141, Quelle 34 Seite 163

 

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Abgestellte Lokomotiven im Bf. Aumühle. 74 1321, die frühere LBE 142.
Der Kohlenkastenaufbau zeigt noch Reste der früheren Stromlinienverkleidung