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Groß geworden und zur Schule gegangen bin ich in Osnabrück. Osnabrück war durch die Eisenbahn geprägt. Ich kann mich noch gut an "Kamerun" erinnern. Eine Hochburg damals die Dampflokomotiven der Baureihe 41. Bedingt durch den Umstand, dass ich aus einer Eisenbahnerfamilie kam und damals mit dem "Pfennig-Ausweis" durch die Lande reisen konnte, ohne die Geldbörse - die damals doch recht schmal war - arg zu strapazieren. An Wochenenden fuhren wir damals häufig mit dem "Haller Wilhelm" nach Bad Rothenfelde. Als kleiner Bub durfte ich dann einmal sogar auf dem Führerstand eine Dampflok mit fahren. ich glaube es war damals 64iger. Das Eisenbahnvirus hatte mich früh infiziert.
Von der "Lübeck-Büchener Eisenbahngesellschaft" wußte ich damals noch nichts. Erst als ich dann 1974 beruflich nach Lübeck zog, kam mir diese Gesellschaft ins Blickfeld. Immer, wenn ich aus dem Bahnhof kam, fällt damals wie heute der Blick auf das frühere Verwaltungsgebäude der LBE. Noch heute prangt der Schriftzug "Lübeck-Büchener Eisenbahn Gesellschaft" in Goldbuchstaben über dem Eingangsportal.
So lernte ich auch die mir bis dahin unbekannten Doppeldeckwagen kennen, die zwischen Lübeck und Hamburg fuhren. Die Literatur über die LBE war in diesen Jahren noch recht dürftig. Wenig bis gar nichts war zu finden.

Aufmerksamkeit erzielte der später in die ursprüngliche (?) Farbgebung zurückversetzte Doppeldeckwagen den die Possehl-Stiftung1976 dem ehemaligen "Verein Lübecker Verkehrsfreunde" geschenkt hatte und für Sonderfahrten eingesetzt wurde. An einigen dieser Fahrten nahm ich dann natürlich teil.

Das Interesse an der LBE war geweckt.
Die Zahl der Publikationen, die sich mit der LBE beschäftigen ist gewachsen. Als ich dann die Möglichkeiten des Internets für mich entdeckte, war es für mich klar, eine Internet-Site zu basteln, die sich mit der LBE beschäftigt um diese innovative Privatbahn wieder ins Bewußtsein der Interessenten zu bringen.
Insbesondere der Kreis "Freunde der LBE" hat es geschafft, die Erinnerung an die LBE wachzuhalten und auszubauen. Zumald es dem nunmehr insolventen VLV durch Mißwirtschaft gelungen ist, dass Schicksal des Doppeldeckwagens in Frage zu stellen.
Als am 15ten October 1851 Ingenieur Grube eine Einladungskarte zur Eröffnungs-Fest-Fahrt erhielt, konnte er da ahnen, dass diese Bahn noch heute auf Interesse stößt?

Das Interesse an der LBE beschränkt sich heute allein auf Privatpersonen. Seitens der "Deutschen Bahn AG" ist das Interesse gering oder überhaupt nicht vorhanden. Wenn der frühere Bahnchef Hartmut Mehdorn davon gesprochen hat "Zukunft braucht Vergangenheit", war das wohl nur auf den "Adler" und den "ICE" gemünzt, denn dazwischen gibt es nicht mehr. Vom Verkehrsmuseum in Nürnberg möchte man sich eigentlich so schnell wie möglich trennen.
Die moderne Bahn ist einfallslos, einheitlich und anonym. Eisenbahnvereine und Eisenbahninteressiert wissen ein Lied davon zu singen. Eisenbahn ist in vielen Köpfen unsere Bevölkerung einfach nicht mehr präsent.
Das Ziel meiner Site soll es sein, die Liebe zur Eisenbahn wachzuhalten und vielleicht auch zu wecken; natürlich insbesondere zur "Lübeck-Büchener Eisebahn".
Vor kurzem konnte ich einen Taschenfahrplan aus 1937 erwerben. Der Werbespruch hat mir gefallen, er soll ein Omen sein.









